6. Juli 2026
Bibo. Bibo bubo.
Manche nennen ihn „Big As A Battleship“ und verorten ihn im Horrorfilm „The Giant Claw“, manche nennen ihn Phoenix und vermuten ihn in der Asche. Andere denken, er sei ein dickes eieriges Monster das auf den Namen Vogel Roch hört. Aber das alles trifft nicht mal ansatzweise den Kern der Sache.
Der Bibo ist ein Vogel, der vielen Hunderttausend Kindern erfolgreich in der Sesamstraße den Volltrottel vorgespielt hat, bis diese Kinder ihn definitiv nicht mehr ernst nahmen.
Diese Kinder sind heute erwachsen. Eine Verdoofungskampagne in den späten 1970er Jahren mit Plastik-und-Plüsch-Marionetten von der „Sparkasse“ ließ den Bibo endgültig in die Riege der Doofdappelichsten Kreaturen Ever herabsinken – oder sollten wir besser „herabtauchen“ sagen?
Seitdem rumort der Bibo nämlich im Untergrund, dort wo ihn keiner vermutet. Er bohrt Löcher in Banktresore und leider auch manchmal in Vulkane, wie jüngst in Island, oder in den Golf von Mexiko, bis das Öl fließt; übrigens ist er bei Golf nicht wählerisch und bohrt, sodenn man denseinigen zu lange parkt, auch Löcher in den Golf von Hans-Werner oder den von Friederike.
Der Bibo IST dumm, keine Frage. Er ist ein Musterbeispiel an bohrender Doofheit, das steht fest. Er ist ein Langweiler vor dem Herrn, er ist all dies – aber: er ist nicht ungefährlich.
Schon der Angelsachse sagt zu „langweilig“ „boring“; der Angelsachse sagt in weiser Erkenntnis der Zusammenhänge auch zu „bohrend“ „boring“.
Der Bibo ist langweilig und wird nicht für voll genommen, keiner guckt hin wenn er was macht. Und genau das macht ihn so gefährlich. Genau das hat er übrigens auch mit unseren Politikern gemeinsam.















